Factoring schon ab 250.000 Euro – mit FACTORINGprimo
Eschborn. Vereinfachter Zugang zum Factoring: Mittelständischen Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken bietet die genossenschaftliche VR FACTOREM die Finanzierungsalternative jetzt bereits ab einem Jahresumsatz von 250.000 Euro an. Lesen Sie hier ein Interview mit Hauke Kahlcke, Geschäftsführer der VR FACTOREM, einer Tochtergesellschaft der VR LEASING.
Interviewer:
Herr Kahlcke, vor drei Jahren sind Sie mit Ihrem Angebot für Kunden ab 500.000 EUR gestartet. Mit ihrem Produkt VR FACTORINGprimo® bieten Sie Factoring nun auch für Unternehmen mit einem Umsatz ab 250.000 EUR an. Wie kam es zu der weiteren Absenkung?
Hauke Kahlcke:
In diesen drei Jahren haben wir viel Erfahrung im Segment der kleineren Kunden sammeln können und sehen dort großes Potenzial. Vor allen Dingen aber wollen wir den deutlichen Bedarf der Volksbanken Raiffeisenbanken nach attraktiven Lösungen für ihre kleineren Kunden im Firmen- und Gewerbekundenbereich befriedigen. Als Factoringinstitut der genossenschaftlichen FinanzGruppe fühlen wir uns vor allem den Bedürfnissen unserer Partnerinstitute verpflichtet.
Interviewer:
Warum ist der Factoringmarkt in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bislang noch eher schwach entwickelt?
Hauke Kahlcke:
Das ist vor allem historisch bedingt. Bei uns in Deutschland wurde Factoring sehr lange vor allem für Großkunden mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 oder 20 Millionen Euro angeboten. Wir sind in diese Lücke gestoßen und haben Factoring auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant gemacht.
Außerdem gab es beim Factoring, ähnlich wie beim Leasing, lange ein Imageproblem. Unternehmen befürchteten, ihre Kunden könnten auf Liquiditätsprobleme schließen, weil es seine Forderungen verkauft. Doch dieses Klischee trifft schon lange nicht mehr zu. Im Gegenteil: Ein europäischer Vergleich zeigt, dass Factoring eine attraktive Finanzierungslösung für mittelständische Unternehmen sein kann.
Interviewer:
Welche Mindestanforderungen bestehen hinsichtlich des Jahresumsatzes eines Unternehmens oder der Höhe einer Rechnung, die verkauft werden soll?
Hauke Kahlcke:
Eine generelle Grenze für die Höhe einer Rechnung gibt es nicht, aber der Durchschnitt aller eingereichten Rechnungen sollte über 500 EUR liegen. Bei größeren Unternehmen im Inhouse-Verfahren verbleibt die Debitorenbuchhaltung beim Kunden, da kommt es auf den einzelnen Rechnungsbetrag nicht an. Das Full-Service-Factoring kostet etwas mehr, beinhaltet aber auch Dienstleistungskomponenten wie Debitorenbuchhaltung und Mahnwesen.
Interviewer:
Wie teuer ist Factoring?
Hauke Kahlcke:
Der Preis für Factoring besteht aus zwei Komponenten: Erstens einem Zins auf den finanzierten Forderungsbestand. Zweitens aus einer Factoringgebühr für das Forderungsmanagement und den Ausfallschutz. Der Preis wird in den Varianten VR FACTORINGplus® und VR FACTORINGprofessional® für jeden Factoringkunden individuell ermittelt und ist unter anderem vom Umsatz, der Debitoren- und der Rechnungsanzahl abhängig. Bei VR FACTORINGprimo® greift die VR FACTOREM auf eine feste Gebührentabelle zurück, die sich nach der Höhe des monatlichen Factoringumsatzes richtet. Üblicherweise liegen die Gesamtkosten im Bereich eingeräumter Skontosätze.
Interviewer:
Für wen lohnt sich Factoring?
Hauke Kahlcke:
Für nahezu jeden. Denn der Unternehmer profitiert gleich dreifach: durch Liquiditätsgewinn, Ausfallschutz und professionelles Forderungsmanagement. Mit Factoring kann er sofort über sein Geld verfügen, erhält eine gesicherte Kalkulationsbasis und verbessert seine Bilanzkennziffern. Er ist vor Forderungsausfällen geschützt und spart sich teilweise die firmeneigene Debitorenbuchhaltung.

